„Wir müssen die Arbeitserlaubnis von der Aufenthaltserlaubnis entkoppeln“

Diskussion in Kitzingen über die Frage, wie Integration in Bayern gelingen kann.

 

Am 4. Dezember 2017 habe ich bei einem Runden Tisch mit dem Titel „Wie kann Integration in Bayern gelingen?“ über Integration diskutiert. Mit mir auf dem Podium waren Volkmar Halbleib, der parlamentarische Geschäftsführer der Bayern SPD-Landtagsfraktion, die Integrationsbeauftragte der Stadt Kitzingen Astrid Glos und HWK-Präsident Walter Heußlein. Viele Menschen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, waren außerdem gekommen, um ihre Erfahrungen in die Debatte einzubringen.

 

Mir war wichtig, zu betonen, dass Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis nicht aneinander gekoppelt sein dürfen. Solange die Menschen in Deutschland sind, sollen sie arbeiten oder eine Ausbildung machen. Wenn sie bleiben, bringt das die Integration zügig voran und es entstehen keine ewigen Wartezustände, in denen die Menschen demoralisiert würden, dem Staat Kosten entstünden und die  Gesellschaft zunehmend kritischer gegenüber dem vermeintlich untätigen Ausländer würde. Kehren die Menschen nach einigen Jahren in ihre Heimat zurück, sind die erworbenen Fähigkeiten die beste Entwicklungshilfe, die wir leisten können.

 

Gerade handwerkliche Betriebe suchen händeringend Auszubildende. Das hat auch HWK-Präsident Walter Heußlein bestätigt. Dem Nachwuchsmangel können wir auch dadurch begegnen, indem wir motivierte junge Migrantinnen und Migranten in Ausbildungsverhältnisse bringen.

 

Nicht zuletzt hat mich der Einsatz der Engagierten aus Kitzingen beeindruckt, die sich an der Diskussion beteiligt haben. Ich war in den vergangenen Jahren in ganz Bayern unterwegs und habe mit vielen Helferinnen und Helfern gesprochen. Auch in Kitzingen habe ich solche Menschen kennengelernt, die sich allen Herausforderungen zum Trotz nicht entmutigen lassen und weiter am Ball bleiben, damit Integration in Bayern gelingt.

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