Kürzung der Mittel für Jugendarbeit: Breite Solidarisierung gegen AfD-Antrag

Jugendpolitiker Arif Taşdelen: Wir stehen fest an der Seite der bayerischen Jugendverbände – unhaltbares Demokratieverständnis – SPD setzt sich für Aufstockung der Mittel ein

 

Der jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Arif Taşdelen reagiert entsetzt auf einen Antrag der AfD im Bayerischen Landtag, der eine Reduzierung der Haushaltsmittel für den Bayerischen Jugendring (BJR) vorsieht und erhält dafür die Unterstützung von 30 Jugendverbänden aus ganz Bayern. „Es ist abscheulich, wie die AfD im Landtag gegen Jugendorganisationen hetzt, die sich täglich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen und für Vielfalt und Toleranz einsetzen. Ich bin überwältigt von der Welle an Reaktionen und Solidaritätsbekundungen. Wir haben in Bayern eine beeindruckende Vielfalt von jungen Menschen, die sich in den verschiedensten Organisationen engagieren. Sie alle setzen sich für eine offene, plurale und gerechte Gesellschaft ein. Das ist gelebte Vielfalt und Demokratie!“

 

Ob konfessionelle Jugendverbände, Sportjugend, Pfadfinder, Kreisjugendringe oder Gewerkschaftsjugend: Fast 30 Jugendorganisationen in Bayern haben inzwischen die Aussagen der AfD als unhaltbar verurteilt. Die AfD hatte ihren Antrag damit begründet, dass Mitgliedsorganisationen wie die Falken nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stünden. „Das ist ein völlig unhaltbares Demokratieverständnis, dem wir entschieden entgegentreten“, erklärt der Nürnberger Abgeordnete.

 

Taşdelen verweist auf die Initiativen der SPD zum Staatshaushalt: „Wir wissen, dass die Jugendverbände in der aktuellen Krise mehr denn je unsere Unterstützung brauchen. Deshalb fordern wir eine Erhöhung der Haushaltsmittel um eine halbe Million Euro und einen Digitalisierungsfonds für die Jugendarbeit über eine Million Euro.“

 

Der Nürnberger Abgeordnete stellt abschließend klar: „Wir als SPD stehen fest hinter dem Bayerischen Jugendring und allen seinen Mitgliedsorganisationen. Dass Jugendverbände für ihre Werte eintreten, sollte in einer demokratischen Gesellschaft selbstverständlich sein. Denn Jugendarbeit ist niemals neutral, sie bringt die Perspektiven junger Menschen in die politische Diskussion ein und soll auch kritisch hinterfragen dürfen.“

 

Die Anträge für die Erhörung der Mittel für die Jugendarbeit und für Digitalisierung finden Sie hier und hier.

Jetzt teilen:

Aktuelles

Arif Taşdelen: Gerade München und Nürnberg haben unter dem NSU-Terror gelitten – wir sind es den Opferfamilien schuldig, alles für eine restlose Aufklärung zu tun
SPD erinnert Söder an sein Wahlversprechen
Europaexperte Rinderspacher: Russland bricht Völkerrecht und gefährdet Frieden in Europa – Bayern muss deutliches Zeichen setzen