„Nürnberg darf nicht leer ausgehen“

Nürnberger SPD-Politiker Taşdelen kritisiert Förderwillkür der Staatsregierung und fordert mehr Mittel für Nürnberger Busse und Bahnen.

 

Der Münchner Verkehrsverbund (MVV) verabschiedete letzte Woche eine große Tarifreform, die der Freistaat Bayern mit insgesamt 35 Millionen Euro bezuschusst. Nun fordert der Nürnberger Landtagsabgeordnete Arif Taşdelen (SPD) in einem Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder finanzielle Mittel in gleicher Höhe für den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Der Brief findet sich anbei.

 

Seine Forderung begründet Taşdelen so: „Für die Menschen in Nürnberg ist es schwer nachvollziehbar ist, wenn München einen solchen Zuschuss erhält, während Nürnberg  leer ausgeht. Es wäre angemessen, dass  die Staatsregierung nicht nur dem reichen München mit seinem ebenso reichen Umland unter die Arme greift, sondern auch für Nordbayern und insbesondere Nürnberg etwas tut.“

 

Nürnberg hat bereits 2015/2016 eine Tarifreform zugunsten der Vielfahrer auf den Weg gebracht, die die Staatsregierung damals nicht bezuschusste. „Ein zweites Mal darf Nürnberg nicht leer ausgehen“, so Taşdelen weiter.

 

Taşdelen ist guter Dinge, dass sein Schreiben Wirkung zeigt: „Es ist sicher auch in Herrn Söders Interesse, dass bei den Menschen in Nürnberg und der Region nicht der Eindruck entsteht, dass die Staatsregierung nach Willkür fördert und München stets bevorzugt behandelt.“

 

Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder

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