Mama hat jetzt Schule

Arif Taşdelen, MdL besucht Projekt „Frauentreff“ in Röthenbach.

 

Unter dem Motto „Integration regional denken“ informiert sich der Vorsitzende der Enquete-Kommission „Integration“ des Bayerischen Landtags Arif Taşdelen aktuell über verschiedene Integrationsprojekte in ganz Mittelfranken. Am Donnerstag, 15.02.2018, besuchte er das Projekt „Frauentreff“ im Mehrgenerationenhaus in Röthenbach a.d. Pegnitz.

 

Im Gespräch mit der Einrichtungsleiterin Mechthild Scholz, Bürgermeister Klaus Hacker, dem Geschäftsführer des Caritasverbandes im Nürnberger Land Michael Groß, dem Sprecher des Röthenbacher Unterstützerkreises Georg Escher, der örtlichen Integrationsbeauftragten Servet Mimaroglu sowie ehrenamtlichen Deutschlehrkräften informierte sich der Abgeordnete gemeinsam mit Karin Rose und Yasemin Köprülü von der SPD Röthenbach über die Arbeit vor Ort.

 

Der Frauentreff ist ein Angebot für junge Mütter, die wegen fehlender Kinderbetreuung nicht an Deutschkursen teilnehmen können. Im Mehrgenerationenhaus lernen die Mütter einmal pro Woche, immer donnerstags, mit Ehrenamtlichen Deutsch, parallel dazu werden ihre Kinder betreut, wie die Einrichtungsleiterin Mechthild Scholz Taşdelen berichtete. Der Frauentreff werde sehr gut angenommen, die Teilnehmerinnen seien hoch motiviert. Gerade die unterrichtstypische Atmosphäre mit Deutsch-Buch, Heft und Stift in der Hand – „richtiges“ Lernen also – komme bei den Teilnehmerinnen sehr gut an, wie Taşdelen bei dem Besuch erfuhr.

 

Wie das Projekt in der Praxis funktioniert, zeigte im Anschluss der Besuch des Frauentreffs. An den Tischen sitzen die jungen Mütter und pauken mit den ehrenamtlichen Lehrkräften Deutsch. In der Spielecke vergnügen sich die Kleinen unter Aufsicht und sind bestens betreut. „Die Idee ist genial. Hier können die Mütter in Ruhe Deutsch lernen – und die Kinder durch die deutschsprachige Kinderbetreuung gleich mit“, lobt Taşdelen.

 

Bei dem Besuch berichteten die Projektverantwortlichen dem Vorsitzenden der Enquete-Kommission außerdem auch von den Schwierigkeiten ihrer Arbeit. Komplizierte Antragsverfahren, die Finanzierungsfrage und der restriktive Umgang des Freistaats mit der Vergabe von Arbeits- und Aufenthaltserlaubnissen seien für die Aktiven in der Integrationsarbeit oft sehr belastend. Gerade die Ehrenamtlichen fühlten sich zunehmend demotiviert und hilflos, weil ihnen das Gefühl vermittelt wird, dass ihr Engagement von der Politik ad absurdum geführt wird.

 

Gerade auch angesichts der nicht immer einfachen Rahmenbedingungen verdienen alle Aktiven, die beim Frauentreff mitarbeiten, in Taşdelens Augen höchste Anerkennung: „Der Frauentreff ist die Antwort auf ein Problem, das eigentlich alle Eltern kennen. Oft findet man keinen Babysitter, wenn man dringend einen braucht. Beim Frauentreff gibt’s die Kinderbetreuung inklusive, das trägt zur schnellen Integration der jungen Frauen, aber auch ihrer Kinder enorm bei.“

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