Empfang zur IAA in Residenz: SPD-Fraktionsvize möchte Details und Kosten in Erfahrung bringen

Taşdelen: Wüsste nicht, dass das ein übliches Prozedere bei Messen ist – Sponsorings des Events etwa durch Autohersteller hätten ein deutliches Geschmäckle

 

Zur Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (IAA) hatte die Staatsregierung am 7. September zu einem Empfang in die Residenz geladen. Der SPD-Fraktionsvize Arif Taşdelen wundert sich über diese Art der Begrüßung und möchte mittels einer Anfrage die Details klären. „Es ist schon verblüffend, dass zur Eröffnung einer Automobilmesse festlich zum Staatsbankett eingeladen wird. Ich wüsste nicht, dass das bei Messen in München üblich ist“, so Taşdelen. „Zum Vergleich: Die Fluthelferinnen und Fluthelfer haben bisher nicht einmal einen feuchten Händedruck als Dankeschön bekommen. Und zur Feier des 60. Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei sollen von der Staatsregierung noch nicht einmal einige der damaligen Gastarbeiter empfangen werden.“

 

Taşdelen möchte im Einzelnen wissen, was der Empfang gekostet hat und welche Gäste – etwa aus der Automobilbranche – geladen waren. „Ebenfalls interessiert mich, ob es ein Sponsoring gab. Es hätte doch ein arges Geschmäckle, wenn etwa Autohersteller in der Staatskanzlei ein Bankett finanzieren würden.“

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