Bayerisches Impfportal nur in deutscher Sprache verfügbar

SPD-Integrationssprecher Arif Taşdelen: Sprachbarrieren müssen sofort behoben werden

 

Der integrationspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Arif Taşdelen kritisiert, dass das bayerische Impfportal nur in deutscher Sprache zur Verfügung steht. „Wer keine ausreichenden Deutschkenntnisse hat, kann sich faktisch nicht zur Impfung registrieren. Solche Sprachbarrieren verbauen Menschen den Zugang zu wichtigen Informationen für den Schutz ihrer Gesundheit“, so Taşdelen. Der Nürnberger Abgeordnete verlangt in einer Anfrage zum morgigen Plenum (05.05.2021) an die Bayerische Staatsregierung Auskunft darüber, wann das Impfportal mehrsprachig zur Verfügung stehen wird.

 

Dazu Taşdelen: „Die Staatsregierung muss endlich in die Pötte kommen. Die Impfungen laufen seit über vier Monaten. Da kann es nicht sein, dass die Registrierung immer noch nicht in verschiedenen Sprachen verfügbar ist. Eine mehrsprachige Kommunikation sollte bei so einem wichtigen Thema eigentlich selbstverständlich sein.“

 

Der Abgeordnete hatte sich bereits im März in einer parlamentarischen Anfrage bei der Staatsregierung erkundigt, mit welchen Maßnahmen Informationen zu Covid-19 auch der nicht-deutschsprachigen Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. „Die Menschen sorgen sich um ihre eigene Gesundheit und die ihrer Mitmenschen. Gleichzeitig kursieren in den sozialen Netzwerken viele Fake News über das Virus und die Impfungen. Klare und verständliche Informationen sind die einzige Möglichkeit, den Menschen ihre Ängste zu nehmen“, erklärt Taşdelen. In der Antwort gab das Innenministerium an, man habe den Gesundheitsminister bereits gebeten, das Impfportal künftig für eine mehrsprachige Registriermöglichkeit zu öffnen.

 

„Tatsächlich passiert ist in über einem Monat aber nichts. Es kann doch nicht sein, dass die Verantwortung von einem Ministerium zum anderen geschoben wird. Die Leidtragenden dieser Planlosigkeit sind die Menschen, für die eine Impfregistrierung weiter an Sprachbarrieren scheitert. Diese Benachteiligung muss schnellstmöglich beendet werden“, stellt Taşdelen abschließend klar.

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