Austausch mit Migrationsdiensten in Nürnberg

Im Karl-Bröger-Zentrum traf ich auf zwei engagierte Expertinnen, die mit Herzblut für gelingende Integration kämpfen: Monika Hopp vom Jugendmigrationsdienst der Evangelischen Jugend Nürnberg (JMD) und Martina Sommer von der AWO, zuständig für den Geschäftsbereich Migration und Integration. Mit im Gepäck hatten sie einen eindrucksvollen Überblick über die breite Palette an Unterstützungsangeboten – vom Jugendmigrationsdienst Nürnberg (EJN) über die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) bis hin zur Bildungsberatung im Garantiefonds Hochschule (Gf-H).

 

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen drängende Herausforderungen, die die Integrationsarbeit aktuell massiv erschweren, wie z.B. eine fehlende Regelfinanzierung, die stockende Digitalisierung der Ausländerbehörde, die zunehmenden psychischen Belastungen junger Menschen oder der alarmierende Fachkräftemangel in der sozialen Arbeit.
Die Arbeit der Dienste verdient jede Unterstützung, denn sie sind ein wichtiger Baustein für Migrantinnen und Migranten auf dem Weg zu einer gelingenden Integration.

 

Über die Migrationsdienste

Die Jugendmigrationsdienste (JMD) bilden ein bundesweites Netzwerk von Integrationsangeboten in Deutschland, das mit über 490 bzw. 450 Standorten junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren bei ihrem Integrationsprozess unterstützt. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, umfassende Begleitung in den Bereichen sprachlicher, schulischer, beruflicher und sozialer Integration zu bieten. Alle Beratungsleistungen werden professionell, kostenfrei und mehrsprachig angeboten. Der Jugendmigrationsdienst Nürnberg (EJN) agiert als lokale Zweigstelle. Seine Kernaufgabe ist die individuelle Fallbegleitung und umfassende Beratung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren. Die Arbeit des JMD ejn erstreckt sich dabei nicht nur auf die Jugendlichen selbst, sondern schließt auch deren Eltern ein, insbesondere bei Fragen zur Bildung und Ausbildung ihrer Kinder.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) ist ein spezialisiertes Integrationsangebot, das sich gezielt an erwachsene Zugewanderte im Alter über 27 Jahren richtet. Sie wurde mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 1. Januar 2005 eingeführt. Das Hauptziel der MBE ist es, den Integrationsprozess erwachsener Zuwanderer gezielt zu initiieren, zu steuern und zu begleiten, um sie zu selbstständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens zu befähigen. Dieses Angebot gilt als Regelangebot des Bundes im Bereich Integration und ergänzt die allgemeinen Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten.

Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (Gf-H) ist ein wesentliches Bildungsberatungsprogramm, das von den Jugendmigrationsdiensten (JMD) angeboten wird. Es richtet sich speziell an junge Migrantinnen und Migranten, einschließlich Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Asylberechtigte sowie junge ausländische Flüchtlinge mit gesichertem Aufenthaltsstatus, die ein Hochschulstudium anstreben oder eine im Herkunftsland unterbrochene akademische Ausbildung fortsetzen möchten. Das Gf-H-Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

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