SPD-Abgeordnete Doris Rauscher und Arif Taşdelen fordern langfristige Unterstützung für Jugendherbergen

Leere Betten in Bayerns Jugendherbergen und Schullandheimen - Corona-Krise führt zu rund acht Millionen Euro Umsatzeinbußen

Von links: Sigrid Natterer, Herbergsleitung der Jugendherberge Nürnberg; Arif Taşdelen; Michael Gößl, Vorstand des Bayerischen Jugendherbergswerks; Klaus Umbach, Präsident des Bayerischen Jugendherbergswerks; Doris Rauscher

Bei einem Besuch in der Jugendherberge an der Nürnberger Burg informierten sich die Abgeordneten der BayernSPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher und Arif Taşdelen beim Präsidenten des Bayerischen Jugendherbergswerks Klaus Umbach, dem Vorstand Michael Gößl und der Hausherrin Sigrid Natterer über die aktuelle Situation der Jugendherbergen in Bayern. „Die Jugendherbergen bieten Familien bezahlbare Urlaube, bei Klassenfahrten sammeln Kinder und Jugendliche unvergessliche Erinnerungen und auch für Tagungen und Events gibt es tolle Räumlichkeiten. Jugendherbergen und Schullandheime sind Teil unserer Kultur und auch aus der bayerischen Tourismuslandschaft nicht wegzudenken. Deshalb werden wir uns als Fraktion hartnäckig dafür einsetzen, sie zu erhalten“, so der jugendpolitische Sprecher der Fraktion Taşdelen. Die SPD-Abgeordneten kündigten an, sich im Bayerischen Landtag für weitere Unterstützungsprogramme für die Jugendherbergen und Schullandheime im Freistaat stark zu machen.

Denn der Lockdown traf die Jugendherbergen im Freistaat schwer: Die Schließungen führten zu rund acht Millionen Euro Umsatzeinbußen. Auch aktuell sind nur 36 der 59 Jugendherbergen im Freistaat geöffnet. Die Vorsitzende des Sozialausschusses im Bayerischen Landtag Doris Rauscher stellt fest: „Als SPD-Fraktion haben wir im Landtag bereits im März zu Beginn der Krise einen Rettungsschirm für gemeinnützige Organisationen gefordert, der auch für die Jugendherbergen, Schullandheime und Jugendbildungsstätten finanzielle Unterstützung vorsieht. Diese Forderung hat die Staatsregierung in ihrem Corona-Programm Soziales im Mai endlich aufgegriffen. Doch für eine langfristige Sicherung reichen diese Mittel leider nicht aus.“ 

Nach derzeitigem Stand werden in der Jahresbilanz der Jugendherbergen nur 40 Prozent der Übernachtungen des Vorjahres erreicht. Zudem sind mehrtägige Klassenfahrten bis Januar 2021 untersagt. „Vor diesem Hintergrund brauchen wir auf Landesebene dringend ein über den bisherigen Rettungsschirm hinausgehendes Unterstützungsprogramm für Jugendherbergen und Schullandheime. Für die Einrichtungen ist es außerdem von existenzieller Bedeutung, dass Klassenfahrten im nächsten Jahr wieder stattfinden dürfen – natürlich insofern die Entwicklung des Infektionsgeschehens es zulässt“, so Taşdelen. 

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