SPD-Antrag gegen die Nordanbindung im Landtag

Staatsregierung weigert sich, das Projekt offiziell zu beerdigen

Keine offizielle Absage der Staatsregierung an das Projekt der Nordanbindung des Nürnberger Flughafens.

Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags lehnte in seiner Sitzung am 8. Oktober einen Antrag des SPD-Landtagsabgeordneten Arif Taşdelen zur Absage an die Flughafen-Nordanbindung mehrheitlich ab.

Taşdelen hatte die Staatsregierung in seinem Antrag dazu aufgefordert, sich für eine Streichung des Projekts aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 einzusetzen.

Dazu der Nürnberger Abgeordnete: „Die Pläne für die Nordanbindung waren und sind falsch. Es ist längst an der Zeit, das Projekt endgültig zu beerdigen.“ Auch der OB-Kandidat und Vorsitzende der SPD Nürnberg Thorsten Brehm macht sich für ein endgültiges Nein zur Nordanbindung stark: „Für einen Autobahnzubringer zum Flughafen massiv den Reichswald abzuholzen, ist rückwärtsgewandt. Es wäre besser, das Geld in die Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel zu stecken.“

Die beiden SPD-Politiker kritisierten die Ablehnung des Antrags. „Der OB-Kandidat der CSU in Nürnberg hat sich kürzlich gegen die Nordanbindung ausgesprochen. Und auch der bayerische Verkehrsminister hat der Nordanbindung de facto eine Absage erteilt. Was hindert also CSU und Freie Wähler daran, das Projekt auch im Landtag offiziell zu beerdigen?“, fragt Brehm.

Taşdelen erklärt weiter: „Jetzt wäre die Gelegenheit gewesen, endlich Klarheit zu schaffen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Sorge, dass die CSU nicht zu ihren Aussagen steht.“

Gemeinsam wollen Taşdelen und Brehm weiter für das endgültige Aus der Nordanbindung kämpfen: „Wann immer die CSU die Pläne wieder aus der Schublade zieht, werden wir dagegen vorgehen.“

SPD-Antrag "Nordanbindung des Nürnberger Flughafens aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 streichen"

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