Nordanbindung des Nürnberger Flughafens: De facto Absage der Staatsregierung nach Brief von Taşdelen

Arif Taşdelen fordert Staatsregierung auf, das Projekt offiziell zu beerdigen

Foto: BayernSPD-Landtagsfraktion

Einen Bau der Nordanbindung zum Nürnberger Flughafen wird es in absehbarer Zeit nicht geben, das hat die Staatsregierung auf Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Arif Taşdelen bestätigt. Der Nürnberger Abgeordnete hatte sich in einem Brief an den bayerischen Verkehrsminister gewandt, um in der Diskussion über eine mögliche Nordanbindung für Klarheit zu sorgen.

Dazu Taşdelen: „Die Pläne für die Nordanbindung waren und sind falsch. Sie wären nur durch massives Abholzen im Nürnberger Reichswald umzusetzen. Ein solcher Eingriff in die grüne Lunge unserer Stadt steht in keinem Verhältnis zum Nutzen einer Nordanbindung.“

Im Antwortschreiben des Verkehrsministers zum aktuellen Planungsstand heißt es, dass eine Umsetzung aufgrund einer notwendigen Sanierung des PFT-belasteten Grundwassers in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren nicht möglich sei. Darüber hinaus werde die Staatsregierung weitere Planungsschritte nur dann veranlassen, wenn der Nürnberger Stadtrat seine ablehnende Haltung gegenüber dem Projekt ändere.

Taşdelen ist das nicht genug. Er fordert die endgültige Beerdigung des Projekts: „Die Nordanbindung macht aus verkehrs- und umweltpolitischer Sicht keinen Sinn mehr. Deshalb sollte die Staatsregierung ein klares Signal setzen und das Projekt offiziell beerdigen.“ Der SPD-Politiker wird deshalb einen Antrag im Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags stellen, um die Absage zur Nordanbindung zu besiegeln. 

 

 

Antrag: "Nordanbindung des Nürnberger Flughafens aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 streichen"

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