Diskussion um Nordanbindung des Nürnberger Flughafens

SPD-Abgeordneter Taşdelen will endlich Klarheit im Sinne der Menschen und der Natur im Nürnberger Norden

Foto: BayernSPD-Landtagsfraktion

Presseberichten zufolge hat sich der CSU-Fraktionsvorsitzende im Nürnberger Stadtrat Marcus König von der Nordanbindung des Nürnberger Flughafens distanziert. Eine Wende um 180 Grad, findet Taşdelen: „Wir von der SPD sind seit Jahren gegen die Nordanbindung. Die CSU war immer dafür, jetzt ist der Nürnberger Fraktionschef offenbar dagegen.“ Taşdelen will deshalb ein für alle Mal Klarheit schaffen: Er hat den Bayerischen Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart dazu per Brief kontaktiert.

Mit seinem Brief will Taşdelen klären, ob nun auch die Staatsregierung der Nordanbindung eine endgültige Absage erteilt. Taşdelen hält ebenso wie der Nürnberger SPD-Chef Thorsten Brehm einen ökologischen Eingriff in den Reichswald, der für die Nordanbindung nötig wäre, für falsch: „Das Fällen zahlreicher Bäume wäre eine umweltpolitische Katastrophe. Der Eingriff steht in keinem Verhältnis zum verkehrlichen Nutzen. Wir brauchen die Zusage der Staatsregierung, dass dieses Abholz-Projekt endgültig begraben wird.“

Hintergrund: 

2014 hat die Staatsregierung die Nordanbindung zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet, gegen einen Beschluss des Nürnberger Stadtrats und gegen den Widerstand von Teilen der Bevölkerung, von Naturschützern und Verkehrsexperten. Als Reaktion darauf hat die SPD im Landtag – gemeinsam mit den Grünen und den Freien Wählern – die Staatsregierung aufgefordert, das Projekt Nordanbindung endgültig aufzugeben. 

Brief an Verkehrsminister Reichhart:

Ausgezeichnet für Verdienste in der bayerischen Integrationspolitik Ein Tag im Bayerischen Landtag