Uni-Standort Erlangen-Nürnberg in Gefahr

SPD-Abgeordneter Taşdelen fordert finanzielle Planungssicherheit

Die Zukunft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hängt in der Schwebe, wie kürzlich bekannt wurde. Deshalb bringt die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag in die heutige Plenarsitzung (5. Juni 2019) einen Dringlichkeitsantrag ein. Ihre Forderung: Die Staatsregierung soll ein Finanzierungskonzept vorlegen für die dringend notwendigen Sanierungen und Neubauten der FAU und damit Planungssicherheit schaffen.

Die SPD will so auch klären, ob der angekündigte Neubau für die Erziehungswissenschaften im Nürnberger Norden nun tatsächlich kommt. Dafür gibt es bis jetzt keine Zusage der Staatsregierung.

Der Nürnberger SPD-Abgeordnete Arif Taşdelen: „Zuerst im Wahlkampf 1,5 Milliarden für die Uni versprechen und dann hoffen, dass es alle vergessen, das geht gar nicht. Der Ministerpräsident spielt mit der Zukunft der Beschäftigten und Studierenden der FAU.“ 

Taşdelen erwartet eine Annahme des Antrags: „Wir müssen den Lehrbetrieb auch langfristig ohne Einschränkungen sichern.“ Nach Angaben der Universitätsleitung müssten andernfalls bereits zum Wintersemester 2019/2020 zahlreiche Studiengänge eingestellt bzw. Neueinschreibungen nicht zugelassen werden.

Hintergrund

Wie kürzlich bekannt wurde, ist im bayerischen Haushalt für die Jahre 2019/2020 kein Geld für Investitionen in den Hochschulstandort vorgesehen. Ministerpräsident Söder hatte im Juli 2018 1,5 Mrd. Euro für die dringend notwendige Weiterentwicklung der FAU zugesagt. 

Dringlichkeitsantrag zum Hochschulstandort Erlangen-Nürnberg:

Schluss mit dem Lärm! Anfrage des SPD-Abgeordneten Taşdelen legt offen: