Ärger um geplante Schießanlage in Schwaig bei Nürnberg

Taşdelen fordert von Innenminister Herrmann bessere Informationspolitik

Die Polizei Mittelfranken soll künftig auf einem Gelände in Schwaig bei Nürnberg trainieren. Foto: BayernSPD-Landtagsfraktion

In Schwaig (Landkreis Nürnberger Land) soll ein Polizei-Trainingszentrum mit zwei offenen Schießbahnen gebaut werden – Anwohner fürchten eine unzumutbare Lärmbelastung durch die offenen Schießanlagen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Arif Taşdelen und die SPD Schwaig wollen Aufklärung. Taşdelen hat Innenminister Herrmann deshalb einen Brief geschrieben. In diesem fragt er, welche Lärmschutz-Maßnahmen geplant sind. Weiter bittet er um ergänzende Informationen, um zu klären, was auf Schwaig zukommen wird.

Taşdelen: „Die Menschen in Schwaig fühlen sich schlecht informiert. Sie fürchten eine extreme Lärmbelastung durch die offenen Schießanlagen, das muss man ernst nehmen.“ Schießlärm sei kein gewöhnlicher Lärm, so Taşdelen weiter. „Der gesamte Körper steht plötzlich in Alarmbereitschaft. Auf Dauer kann das krank machen.“

Wie es heißt, seien Trainingseinheiten auch am Wochenende geplant. „Wenn das Trainingszentrum wirklich kommt, muss Lärmschutz gerade auch deshalb oberste Priorität haben“, so Taşdelen. Weiter erwartet er, dass die Öffentlichkeit in den Prozess künftig stärker miteingebunden wird.

Der Nürnberger Abgeordnete und die SPD Schwaig hoffen auf eine aussagekräftige Antwort des Innenministers, die den Betroffenen übermittelt werden kann.

Brief an Innenminister Herrmann:

Anfrage des SPD-Abgeordneten Taşdelen legt offen: "Echte Verbesserungen für Personal in Kitas überfällig"