Minarett-Verbot

SPD-Politiker Arif Taşdelen demaskiert AfD im Landtag

Die AfD fordert ein Minarett-Verbot für Bayern. In der heutigen Plenarsitzung (21.03.2019) des Bayerischen Landtags wurde der entsprechende Gesetzentwurf der AfD zur Änderung der Bayerischen Bauordnung diskutiert.

Der SPD-Abgeordnete Arif Taşdelen kritisierte in seiner Rede das Minarett-Verbot der AfD aufs Schärfste: „Es ist völliger Schwachsinn, zu glauben, dass Minarette Kirchtürmen Konkurrenz machen könnten. Und so zu tun, als würden die sechs Minarette in Bayern unsere offene Gesellschaft bedrohen, ist die Steigerung von Schwachsinn, nämlich AfD.“ 

Die AfD wolle mit dem Gesetzentwurf zur Änderung der Bayerischen Bauordnung nicht etwa die Abstandsflächen ändern oder die Höhe des Zaunes festlegen. Sie wolle mit diesem Gesetzentwurf das Fundament für Ausgrenzung, Hass, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Is­la­mo­pho­bie legen, kritisierte der Abgeordnete weiter.

In Bayern haben lediglich sechs der insgesamt 300 Moscheen ein Minarett, wie Taşdelen erklärte. Das seien gerade einmal zwei Prozent aller Moscheen in Bayern. 

Weiter erinnerte Taşdelen an die jüngsten Anschläge auf Moscheen in Neuseeland und ergänzte: „Muslime, die hier leben, Bayern zu ihrer Heimat gemacht haben, sind Bayern. Sie sind wir. Und die, die ausgerechnet unter dem Deckmantel der Änderung der Bayerischen Bauordnung den Zusammenhalt in dieser Gesellschaft gefährden und spalten wollen, sind es nicht.“

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