Störanfällige Gräfenbergbahn: Über 5.500 Bürger unterzeichnen Petition an den Landtag

SPD-Politiker Arif Taşdelen und Alexandra Hiersemann begrüßen Druck aus der Zivilgesellschaft

Betroffene machen mobil: Arif Taşdelen und Alexandra Hiersemann nehmen als Vertreter der SPD-Landtagsfraktion neben anderen Abgeordneten die Petition zur Gräfenbergbahn entgegen. (Foto: Felix Hälbich/ BayernSPD-Landtagsfraktion)

Angesichts der störanfälligen Gräfenbergbahn machen nun mehrere Tausend Bürger mit ihrer Unterschrift Druck. 5.691 Unterstützende haben die Petition "Generalsanierung, Elektrifizierung und Ausbau der Gräfenbergbahn“ unterzeichnet. 

Die SPD-Landtagsabgeordneten Arif Taşdelen und Alexandra Hiersemann (SPD) haben neben weiteren Landtagsabgeordneten die Petition am 21. Februar 2019 im Bayerischen Landtag entgegengenommen. 

Überbracht haben die Petition der Gräfenberger Stadtrat Matthias Striebich (Grüne), zugleich Initiator der Petition, und Gräfenbergs Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD).

Taşdelen begrüßt die Petition: „Ich finde es gut, dass so viele Menschen mit ihrer Unterschrift Druck machen. Sie haben die Pannen der Bahn nun lange genug ertragen. Der Freistaat ist Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr und muss endlich Verantwortung übernehmen.“ 

Weiter kritisieren Taşdelen und Hiersemann: „Wir als SPD haben die Modernisierung und Elektrifizierung der Gräfenbergbahn bereits mehrfach gefordert. Passiert ist bisher aber nichts.“ Auch deshalb wiederholen die Abgeordneten ihre Forderung eines neuen Stellwerks in Heroldsberg für die Gräfenbergbahn. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass es für die veraltete und störanfällige Stellwerkstechnik ab 2020 keine Ersatzteile mehr geben wird. „Wenn ab 2020 keine Ersatzteile mehr verfügbar sind, müssen die Teile per Hand gefertigt werden. Das bedeutet noch mehr Verspätungen und höhere Kosten,“ so die Abgeordneten.

Zudem fordert Taşdelen die erneute Prüfung einer Durchbindung der Gräfenbergbahn zur Rangaubahn über die vorhandene Ringbahn, um den ÖPNV in der Region attraktiver und somit zukunftsfähiger zu machen. 

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