„Es ist absurd, Milch aus Polen nach Bayern zu karren“

Taşdelen will „Regional schmeckt genial“-Woche an allen bayerischen Grundschulen

Bild: BayernSPD-Landtagsfraktion

Bereits für Grundschulkinder ist es wichtig zu wissen, welche Produkte in ihrer Heimat angebaut werden. Kurze Transportwege für frisches Obst und Gemüse aus der Region schonen die Umwelt. Aus diesem Grund schlägt der Nürnberger Landtagsabgeordnete Arif Taşdelen (SPD) die Einführung einer „Regional schmeckt genial-Woche an allen bayerischen Grundschulen vor. Die Aktionswoche solle in den Lehrplan für bayerische Grundschulen aufgenommen werden.

„In Zeiten von Kantinenessen und Fertigmahlzeiten aus dem Supermarkt fehlt vielen Kindern der Bezug zu den eigentlichen Rohprodukten. Im Rahmen der ,Regional schmeckt genial’-Woche erfahren die Kinder nicht nur, was gesund ist und schmeckt, sondern lernen auch viel über ihre Heimat dazu“, erklärt Taşdelen das Konzept. Mit seinem Vorstoß hat der Abgeordnete auch die bayerische Landwirtschaft im Blick: „Es ist doch absurd, dass wir in Bayern Milch aus Polen ankarren, wenn wir direkt vor der Haustür herrliche Produkte haben.“ Dazu möchte Taşdelen in den nächsten Wochen eine parlamentarische Initiative in den Landtag einbringen.

Während der „Regional schmeckt genial-Woche sollen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften in einzelnen Unterrichtsstunden über regionale Produkte, verschiedene Anbauarten, in den Produkten enthaltene Vitamine und Nährstoffe sowie Verarbeitungsmöglichkeiten sprechen. So sollen die Kinder etwas über die saisonale Verfügbarkeit verschiedener Produkte und über die schwerwiegenden Folgen langer Transportwege für Umwelt und Klima lernen. Zum Abschluss der Woche bringen die Schülerinnen und Schüler regionale Lebensmittel mit und probieren sie gemeinsam. 

Dazu Taşdelen, der selbst eine Tochter im Grundschulalter hat: „Damit ermutigen wir Kinder, auch mal Lebensmittel zu probieren, die sie noch nicht kennen. Wir geben den Kindern wertvolles Wissen an die Hand, das sie in ihre Familien tragen. Somit kann auch der Wocheneinkauf der Familie gesünder gestaltet werden.“ Außerdem sei es wichtig, schon bei Kindern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wo die Lebensmittel herkommen, die in Bayern auf dem Tisch stehen, so der Abgeordnete. „Bei regionalen Produkten kennen wir die Bedingungen, unter denen sie erzeugt werden. Und die kürzeren Transportwege schonen Umwelt und Klima“, erklärt Taşdelen das Konzept.

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