Perspektive Integration

Endlich umsetzen: Weniger bürokratische Hürden, schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt und weniger Stimmungsmache

Engagiertes Fachgespräch mit vielen Ehren- und Hauptamtlichen in der Friedenskirche in Ansbach. Foto: Team Taşdelen

In Bayern sind knapp 4 Millionen Menschen in Vereinen, bei der Feuerwehr, in der Flüchtlingshilfe, bei Gewerkschaften, Kirchen und anderen Zusammenschlüssen ehrenamtlich aktiv. Das Sprechergremium der Asylhelferkreise und die Integrationskonferenz Stadt und Landkreis Ansbach haben mich und drei weitere Vertreter der Fraktionen im Bayerischen Landtag am Mittwoch, 18. Juli 2018, zum Fachgespräch „Perspektive Integration“ in die Friedenskirche nach Ansbach eingeladen, um mit Ehren- wie auch Hauptamtlichen in der Integrationsarbeit zu diskutieren, wie Integration in Bayern gelingen kann. 

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und war sehr gut besucht. Unter den rund 120 Gästen waren ehren- und hauptamtliche Aktive in der Integrationsarbeit sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Vereinen, Verbänden, Betrieben und Kirchen.

Drei großen Themenbereiche haben wir an diesem Abend diskutiert, durch den Diakon Thomas Raithel führte: Den Zugang zu Arbeits- und Integrationsmaßnahmen, die Einrichtung von Ankerzentren und die damit verbundenen Ängste schutzsuchender Geflüchteter und die wachsenden Zweifel unter Helfern am demokratischen Rechtsstaat angesichts manch negativer Erfahrungen im Zusammenhang mit Behördenbesuchen.

Ich kann den Unmut der Helferinnen und Helfer gut verstehen. Sie stemmen die Integrationsarbeit an der Basis und holen die Kohlen aus dem Feuer, von staatlicher Seite hingegen erfahren sie oft wenig handfeste Unterstützung.

Mein Fazit: Was wir für ein gutes Miteinander der Ankunfts- und Aufnahmegesellschaft sind weniger bürokratische Hürden, einen schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt und weniger Stimmungsmache. 

Ich danke an dieser Stelle noch einmal herzlich allen Ehren- und Hauptamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz und den Organisatoren der Veranstaltung dafür, dass sie Politik, Engagierte und Zivilgesellschaft in einem sachlichen Rahmen zusammengebracht haben.

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