SPD-Polizeitag: Abgeordnete Arif Taşdelen und Angelika Weikert besuchen Nürnberger Flughafen-Polizei

Taşdelen: Flughafen-Inspektion ist gut aufgestellt. Auch für den Fall der Umstrukturierung von Teilaufgaben zur Bundespolizei.

Ortstermin am Nürnberger Flughafen: Dienststellenleiter Gerdo Lesko informiert über die umfassende Arbeit der Flughafenpolizei. Foto: Team Taşdelen

Anlässlich des bayernweiten SPD-Praxistags Polizei haben sich die Nürnberger SPD-Landtagsabgeordneten Arif Taşdelen und Angelika Weikert am Montag, 16. Juli 2018, über die Arbeit der bayerischen Polizei bei der Polizeiinspektion (PI) am Nürnberger Flughafen informiert.

Dienststellenleiter Gerd Lesko und sein Stellvertreter Johannes Mitsch berichteten Weikert und Taşdelen von einem breiten Aufgabenspektrum. Der Grenzschutz macht zwar einen bedeutenden Teil der Arbeit aus. Überwiegend nimmt die Flughafenpolizei jedoch allgemeinpolizeiliche präventive, repressive und einsatzspezifische Aufgaben sowie Tätigkeiten in den Bereichen Luftsicherheit und Verkehr wahr. Im Zuge gestiegener Fluggastzahlen und wachsender Sicherheitsstandards haben sich die Aufgaben über die letzten Jahre hinweg stark verändert, wie Weikert und Taşdelen erfuhren. Die präventiven allgemeinpolizeilichen Aufgaben etwa seien mit der Zunahme an Veranstaltungen stetig mitgewachsen, wie Lesko berichtete. So locken diverse am Flughafen angesiedelte Eventlocations oder auch Großveranstaltungen wie das Public Viewing seit der WM 2014 regelmäßig sehr viele Menschen an den Flughafen, für deren Sicherheit dann die Flughafenpolizei zuständig ist. 

Zudem erfuhren die Abgeordneten, dass die Flughafen-Inspektion auch ganz gewöhnliche Aufgaben wahrnimmt wie jede andere Polizeiinspektion auch. Dazu Taşdelen: „Für die Menschen im Nürnberger Norden ist die PI am Flughafen einfach schneller zu erreichen als andere Inspektionen. Da kann ich schon verstehen, dass ein Bürger aus Kraftshof oder Ziegelstein einen Fahrraddiebstahl am Flughafen meldet, auch wenn das zunächst mal überraschend klingt.“

Weiter war auch die Arbeitszeit Thema. Die Flughafenpolizei arbeitet im Schichtbetrieb, um die ständige uniformierte Präsenz der Polizei am Flughafen zu gewährleisten. „Arbeit im Schichtbetrieb ist keine leichte Aufgabe. Trotzdem ist rund um die Uhr ein Team im Einsatz, um den Fluggästen ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe“, waren sich Weikert und Taşdelen einig.  

Im Laufe des Gesprächs kam auch die Personal- und Überstundensituation zur Sprache. Lesko zufolge sei die Personalstärke an der PI Nürnberg-Flughafen wie auch in anderen Dienststellen nicht optimal. Gerade zu Ferienzeiten falle einiges an Mehrarbeit an, was für Weikert und Taşdelen einmal mehr politischen Handlungsbedarf zeigt: „Wir hoffen, dass die Staatsregierung den aktuellen Lagebericht zur Kenntnis nimmt und die Personalsituation bei den Einsatz- und Bürokräften verbessert. Gerade vor dem Hintergrund stetig wachsender Aufgaben ist ausreichend Personal unumgänglich“, so die beiden SPD-Politiker.

Nach einer Begehung der Dienststelle und weiteren Gesprächen mit Polizeibeamten zogen Weikert und Taşdelen eine positive Bilanz: „Der Besuch der Polizei am Nürnberger Flughafen war überaus erkenntnisreich. Der Flughafen mag geografisch gesehen zwar nur ein kleiner Zuständigkeitsbereich der bayerischen Polizei sein. Tatsächlich kümmert sich die Polizei hier aber um sehr viele verschiedene Aufgaben und garantiert ein vorbildliches Maß an Sicherheit.“ Und weiter: „Für uns war es schön zu sehen, dass sich die teils sehr herausfordernden Arbeitsbedingungen nicht auf die hohe Motivation und den unermüdlichen Einsatz der Beamten auswirken. Das verdient großen Respekt.“  

Als Abgeordneter für den Nürnberger Norden meinte Taşdelen nach seinem Besuch außerdem: „Durch das heutige Gespräch wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig es ist, eine Polizeiinspektion im Nürnberger Norden zu haben. Die PI am Flughafen ist in meinen Augen sehr gut aufgestellt. Falls die Aufgaben der Flughafenpolizei eines Tages tatsächlich umstrukturiert werden sollten, kann ich es mir gut vorstellen, dass die PI Flughafen dann ergänzend den gesamten Nürnberger Norden betreut.“ 

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